Medizinische AusstattungMedizinische Ausstattung

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Medizintechnik und Ausstattung

Analog zur Zentralbeschaffung von Einsatzfahrzeugen (RTW, KTW, NEF und ITW) durch das Bayerische Rote Kreuz für die Durchführenden im Rettungsdienst Bayern wird auch das zugehörige medizintechnische Großgerät standardisiert und zentral durch das BRK beschafft.

So können neben positiven wirtschaftlichen Effekten durch konsequente Mengenbündelung je Produktgruppe auch die Einsatzfahrzeuge in einzigartiger Form zur Aufnahme der Gerätschaften schnittstellenseitig optimal abgestimmt und vorgerüstet werden, was eine schnelle Aufrüstung von Neufahrzeugen und einen problemlosen Austausch oder Ersatz von Medizintechnik erlaubt.

Grundlage für die Gerätekonfiguration sind stets die zugrunde liegenden Normen unter gleichzeitiger Berücksichtigung des aktuellen Standes der technischen Entwicklung in diesem sich ständig in Bewegung befindlichen Bereich der Notfallmedizin. 

Auch hier kümmert sich ein organisationsübergreifend besetztes Team aus Verantwortlichen der Durchführenden, Praxisanwendern, Technikern, Vertretern Notärzteschaft sowie der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Bayern (ÄLRD) gemeinsam mit Kaufleuten des Strategischen Einkaufs im BRK um eine adäquate Produktauswahl und eine wirtschaftliche Beschaffungsentscheidung.

EKG-Gerät als Datensammler

Ein Beispiel verdeutlicht die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der Medizintechnik besonders: Waren vor zehn Jahren die zentral beschafften Standard-EKG-Gerät im bayerischen Rettungsdienst in der Regel lediglich mit Monitor, Defibrillator, Drucker und Herzschrittmacher ausgestattet, so verfügt die aktuell im Zulauf befindliche Generation an EKG-Geräten über eine Vielzahl von zusätzlichen Diagnostik- und Überwachungs-Funktionen wie z.B. 12-Kanal-EKG-Ableitung, integrierte Pulsoximetrie, Kapnographie, nichtinvasive Blutdruckmessung und Temperaturmessung.

Eine Bluetooth-Schnittstelle und ein GSM-Modem zur Datenübertragung komplettieren das Setup des aktuellen Standard-EKG-Geräts im Rettungsdienst in Bayern.

Die mit Hilfe des EKG-Geräts erfassten Daten und Parameter können so direkt von der Einsatzstelle als 12-Kanal-EKG in die weiterbehandelnde Einrichtung, beispielsweise eine Aufnahme- bzw. Intensivstation oder ein angeschlossenes Herzkatheterlabor, elektronisch versendet werden und ermöglichen dort einen deutlichen Zeitgewinn durch eine optimale Vorbereitung der weiteren Therapie.

Zusätzlich werden die erfassten Werte vom EKG-Gerät als Datensammler drahtlos an das Datenerfassungsgerät (NIDA-Pad) übertragen und dort im Rahmen des Telematik II-Projektes in der Einsatz- und Patientendokumentation verarbeitet. Aus diesen Daten kann dann ein elektronisches Notfallprotokoll und eine automatisierte Vorabinformation bzw. Voranmeldung in der Zielklinik generiert werden.