Informationen zum ProjektInformationen zum Projekt

Informationen zum Projekt

Adresse / Adresa

Bayerisches Rotes Kreuz
Landesgeschäftsstelle
Kompetenz- und Koordinierungszentrum
Grenzüberschreitender Rettungsdienst

Eschlkamer Straße 34
93437 Furth im Wald

Kontakt

In seiner Vergabesitzung hat der Begleitausschuss des europäischen INTERREG V Förderprogrammes am 22.06.2016 den Projektantrag „Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst“ genehmigt. Antragsteller des Projektes war der BRK-Kreisverband Cham als sogenannter Leadpartner.

Seitens des Bayerischen Roten Kreuzes wurde in Furth im Wald ein Kompetenz- und Koordinierungszentrum (KKZ) Grenzüberschreitender Rettungsdienst (Gü-RD) geschaffen. Das KKZ bündelt die Kompetenzen und Interessen aller BRK-Rettungsdienste im Grenzgebiet zu Tschechien (8 Landkreise/ 25 Rettungswachen) und damit die Sicherstellung einer qualifizierten Notfallrettung für die Bevölkerung. 

Das Förderprogramm ETZ

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ist ein Ziel im Rahmen der EU-Strukturförderung. Finanziert wird dieses aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Die ETZ ist gegliedert in drei Stränge der Zusammenarbeit:

  • Grenzübergreifende Zusammenarbeit
  • Transnationale Zusammenarbeit
  • Interregionale Zusammenarbeit

Insgesamt 8,9 Milliarden Euro stellt die Europäische Union in der Förderperiode von 2014 bis 2020 für diese Programme zur Verfügung.

Weitere Informationen zum ETZ-Programm finden Sie unter www.by-cz.eu.

Ziele des Projektes

Ziel des Projekts ist eine praxisnahe grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Generierung von Wissenstransfer, der Abbau von Sprachbarrieren und eine gemeinsame Strategieentwicklung für moderne und bevölkerungsnahe Rettungsdienststrukturen. 

Regional bestehende, im Grunde lose Kooperationen und Informationen sollen erfasst, strukturiert, ausgetauscht und letztendlich in eine Gesamtstrategie zur Koordinierung „Grenzüberschreitender Rettungsdienst" zusammengefasst werden. 

Parallel dazu erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch die Westböhmische Universität in Pilsen und die Technische Hochschule Deggendorf. Angestrebt wird eine neue Form der Zusammenarbeit hinsichtlich der Notfallrettung im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet  sowie der Einsatzstrategien und Einsatzzeiten. 

Durch die Bemühungen wächst der bayerisch-tschechische Grenzraum weiter zusammen und die Menschen beidseits der Grenze können davon profitieren. Des Weiteren soll sich eine direkte positive Auswirkung auf Tourismus und Verkehr ergeben. 

Das Projekt wird einen elementaren Beitrag dazu leisten, dass im Rettungsdienst beider Länder „grenzenloses Helfen" möglich wird. Patienten, egal ob Bürger, Pendler, Urlauber oder Transitreisende, werden nach aktuellem medizinischen Standard grenzüberschreitend versorgt und auf schnellstem Wege in die für den Patienten am besten geeignete Zielklinik transportiert, auch wenn diese jenseits der Grenze liegt. 

Das Projekt besteht aus 9 Kernaktivitäten (KA):

  1. Analyse und Lösungsentwürfe
  2. Gemeinsame Übungen
  3. Praktika
  4. Schulungen, Seminare und Bildung
  5. Konferenzen
  6. Meetings und Workshops
  7. Koordinierungs- und Kompetenzzentrum
  8. Simulation im Rettungsdienst
  9. Organisation und Leitung des Projekts

Projektgebiet

Das Projektgebiet erstreckt sich über die dunkelgrau eingefärbte Fläche entlang der bayerisch-tschechischen Grenze.

In Bayern sind dies die Landkreise Cham, Freyung-Grafenau, Hof, Neustadt an der Waldnaab, Regen, Schwandorf, Tirschenreuth und Wunsiedel im Fichtelgebirge sowie die kreisfreien Städte Hof und Weiden in der Oberpfalz.

In der Tschechischen Republik erstreckt sich das Gebiet über die Bezirke Plzeňský kraj (Pilsen), Karlovarský kraj (Karlsbad) und Jihočeský kraj (Südböhmen).

Projektpartner

Unter Beteiligung des Bayerischen Roten Kreuzes, der Technischen Hochschule Deggendorf, der Universität Pilsen und des Rettungsdienst Pilsen wird die grenzüberschreitende Notfallrettung zwischen Bayern und der Tschechischen Republik strukturiert und weiter gefestigt. 

Rettungsdienst Pilsen

MUDr. Jiří Růžička mit Gesundheitsabteilung Region Pilsen Mgr. Jan Karásek

Universität Pilsen

MUDr. Lukáš Bolek, Ph.D.

Technische Hochschule Deggendorf

Hr. Prof. Dr. biol. hum. Horst Kunhardt