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RTW BY 2014RTW BY 2014

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Die 2014er Generation des Rettungswagen Typ Bayern (RTW BY 2014) unterscheidet sich aufbauseitig nur minimal vom Vorgängermodell RTW BY 2013.

Deutlicher fallen die Änderungen beim Basisfahrzeug aus, wo nun der im Jahr 2013 vorgestellte Facelift-Sprinter zum Einsatz kommt. Neben einer erstmals seit Einführung der Baureihe 2006 veränderten Optik im Vorderwagenbereich finden sich auch unter dem Blech und in der Fahrerkabine einige Neuerungen und Detailverbesserungen, z.B.:

  • 7-Gang-Automatikgetriebe (RTW BY 2014 4x2)
  • Abgasnachbehandlung mit AdBlue (SCR) zum
    Erreichen der Schadstoffklasse EU6
  • Radio mit Multimedia-Schnittstelle und integrierter Freisprecheinrichtung für Mobiltelefon
  • Sitzbezüge in robuster Ausführung, Lenkrad mit Daumenauflagen für bessere Ergonomie

Während bei den ersten fünf Vorserienfahrzeugen (4x4) des RTW BY 2014 die Druckkammerlautsprecher der Signalanlage in den vorderen Stoßfänger integriert wurden, werden die Lautsprecher bei den Serien-Fahrzeugen wieder zusammen mit den ebenfalls neuen Frontkennleuchten vom Typ Hänsch Sputnik nano SL im Kühlergrill verbaut.

Die RTW BY 2015 sind keine eigenständige Fahrzeug-Generation, sondern nur eine Interims-Variante des RTW BY 2014 und unterscheiden sich von diesen lediglich durch eine veränderte Abgasreinigung ohne SCR-Technologie.

Im Zuge der kontinuierlichen Modellpflege erhält die 7. Generation Bayern-RTW zum Jahresbeginn 2016 zunächst zur Erprobung eine neue Motorisierung und wird - ebenfalls als Untergruppe des RTW BY 2014 - unter dem Modellcode RTW BY 2016 weiter geführt.

  • Hochsichtbarkeit- Konzept

    Der Großteil der Unfälle in Kreuzungsbereichen ereignen sich während der Tagesstunden. Dies ist zum einen dem tagsüber höhere Einsatz- und Verkehrsaufkommen geschuldet, lässt aber andererseits auch Defizite in der Rettungsmittel-Erkennbarkeit erwarten, da gerade die optische Signalanlage bei Tageslicht deutlich weniger wirksam als in der Nacht ist.
    Das Hochsichtbarkeitskonzept („High Conspicuity Concept“ – HCC)  soll in Ergänzung zu weiteren Maßnahmen – wie z.B. blauen Kotflügelkennleuchten – zur schnelleren Erkennbarkeit des Einsatzfahrzeugs durch den Querverkehr beim Einfahren in bevorrechtigte Verkehrsbereiche beitragen.
    Ziel des HCC ist es, durch die besondere Farbgebung und Anordnung der Beklebungselemente eine verbesserte Tag-, Dämmerungs- und Schlechtwettersichtbarkeit des Rettungsmittels zu erproben. Hierbei handelt es sich um eine Adaption des im angelsächsischen Raum an Einsatzmitteln gebräuchlichen "Battenberg"-Kennzeichnungsschemas an die zulassungsrechtlichen Gegebenheiten in der BRD.
    In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der DIN EN 1789 kommen hier bei weißem Grundfahrzeug kontrastierende fluoreszierende Flächen in leuchtrot und leuchtgelb zum Einsatz.
    Am Fahrzeugheck wurde von der Anbringung einer großflächigen retroreflektierenden leuchtgelb-roten Warnschraffur abgesehen, da hierzu in der Vergangenheit unter den Durchführenden des Landrettungsdienstes in Bayern kein Konsens erzielt werden konnte und andererseits der Nutzen dieser aktuell recht populären Heckwarnbeklebungen an Einsatzfahrzeugen in Literatur und Fachkreisen nicht unumstritten ist.
    Die Heckpartie des HCC-Versuchsfahrzeugs wurde daher in Analogie zu den zentral beschafften NEF einheitlich in tagesleuchtrot gehalten. Auf eine Fortführung des „Battenburg“-Designs auf den Hecktüren wurde bewusst verzichtet, um die Aufbaukontur nicht vor dem Hintergrund aufzulösen.
    Gleiches gilt für weitere, z.B. schräg oder vertikal verlaufende Kennzeichnungselemente an der Fahrzeugseite, da bei diesen ebenfalls die Gefahr besteht, die Erkennbarkeit des RTW zu verschlechtern bzw. zu verzögern.
    Frontal wurde das klassische Erscheinungsbild des aktuellem „Bayern-RTW“ in leuchtrotem Foliendesign beibehalten und damit ein wesentliches  Erkennungsmerkmal als Rettungswagen von vorne gesichert.
    Der HCC-RTW wird als Erprobungsträger und
    Einzelstück im BRK KV Nürnberg-Stadt eingesetzt, die Ergebnisse werden in die weitere Entwicklung der standardisierten Rettungsmittel in Bayern einfließen.

  • S-RTW BY 2014

    Nach Bewährung des Stryker Power-Load-Systems als Beladehilfe des S-RTW BY 2013 im Einsatzdienst als Schwerlast- und Reserve-RTW wird auch die Nachfolge-Generation von Schwerlast-Rettungswagen mit diesem elektrohydraulischen Beladesystem ausgestattet.
    Die Folgegeneration "S-RTW BY 2014" wird wie geplant auf dem Facelift-Sprinter von Mercedes-Benz aufgebaut und verfügt ebenfalls über die durch die Modellpflege bedingten Veränderungen und Features.
    Im Gegensatz zum noch auf dem RTW BY 2009 basierenden, mit einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe (MB EcoGear) ausgerüsteten Schwerlast-RTW der ersten Generation S-RTW in Bayern (S-RTW BY 2010) kommt nun in den 2014er S-RTW auch das neue 7-Gang-Wandlerautomatikgetriebe zum Einsatz. Der Prototyp (S-RTW BY 2013) war abweichend noch mit der 5-GangAutomatik des Vorgängers ausgestattet.
    Die Motoren der S-RTW BY 2014 verfügen über eine Abgas-Nachbehandlung mittels SCR-Technologie ("AdBlue" / HarnstoffEinspritzung zur Abgasreinigung) und EU6-Standard. Die S-RTW BY 2015 sind hingegen ohne AdBlue ausgestattet und erreichen die aktuelle Abgasnorm EU5 Gr. III ohne SCR-Technologie. Durch die geänderte Motorisierung (OM642) der RTW BY 2016 findet die Abgasreinigung mittels Adblue wieder Eingang in die Fahrzeuggeneration.
    Gleich geblieben ist das Aufbau- und Patientenraumlayout. Auch die 2014er, 2015er  und 2016er Generation S-RTW nutzen den von den S-RTW BY 2010 bekannten Aufbau mit einer Innenbreite von 2080 mm. Diese im Vergleich zum Standard-RTW größere Breite erlaubt die Nutzung der variablen Tragenverbreiterung über das Stryker XPS-System im größtmöglichen Umfang und bietet so Patienten und dem betreuenden Einsatzpersonal optimale Bedingungen.
    Äußerliches Erkennungsmerkmal der S-RTW BY 2014 bleiben daher die durch die Aufbaubreite notwendigen verlängerten Trägerarme der Außenspiegel, während die "normalen" RTW BY 2014/2015/2016 mit den Standard-Außenspiegeln auskommen.
    Wie bei den Vorgängerfahrzeugen ist als Ersatz für den hydraulisch gefederten Tragentisch der Standard-RTW bei den S-RTW an der Hinterachse für bestmöglichen Komfort eine sensibel ansprechende Luftfederung von VB Air Suspension eingebaut

  • RTW BY 2015

    Der Rettungswagen Typ Bayern 2015 (RTW BY 2015) ist ein Interimsmodell zum RTW BY 2014, welches bis zur verpflichtenden Einführung der Emissionsklasse EU6 bei leichten Nutzfahrzeugen in 2016 zum Einsatz kommt.
    Vorgänger- und auch Nachfolgemodell ist der RTW BY 2014. Der RTW BY 2015 wurde wegen der nachträglichen Homologation der Emissionsklasse EU5 / Gr. III ab Mitte 2014 durch den Basisfahrzeughersteller Mercedes-Benz implementiert und ist derzeit nur in den Versionen mit Hinterachsantrieb (Standard-RTW und Schwerlast-RTW) verfügbar.
    Bei diesen RTW entfällt die AdBlue-Zumischung im Abgastrakt wieder.  Zur Evaluierung des Betriebsmittel-Verbrauchs werden die betreffenden Fahrzeuge mit der internen Typ-Bezeichnung als "RTW BY 2015" geführt.
    Die Allrad-Varianten (RTW BY 2014 4x4) werden weiter in der EU6-Version mit SCR-Abgasnachbehandlung (EU6) ausgeliefert.
    Die RTW BY 2015-Modelle sind lediglich am fehlenden AdBlue-Tank unter der Motorhaube und dem Entfall des "BlueEfficiency"Labels auf dem Tankdeckel bzw. der gegenüberliegenden B-Säule des Fahrerhauses erkennbar.
    Etwa zeitgleich mit der RTW BY 2015-Einführung erfolgte die Umstellung von silbern eloxierte auf weiß pulverbeschichtete Rahmenteilen an Aufbautüren und -klappen bei allen RTW-Baureihen.

  • RTW BY 2016

    Unter dem Modellcode "Rettungswagen Bayern 2016" (RTW BY 2016) wird das voraussichlich letzte Mitglied der RTW BY 2014Familie auf Basis des Mercedes-Benz Facelift-Sprinters ab Anfang 2016 in allen Varianten (Standard-, Allrad- und Schwerlast-RTW) eingeführt.
    Abweichend zu den Vorgängermodellen mit Vierzylinder-Aggregat ist der RTW BY 2016 mit einem 140 kW (190 PS) leistenden V6Turbodieselmotor mit drei Litern Hubraum ausgestattet.
    Grund für diese deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den bisher eingesetzten Vierzylinder-Motoren mit 110 / 120 kW ist primär die erwartete bessere Haltbarheit der hubraumstärkeren Sechszylinder-Aggregate im Rettungsdienst-Einsatz. Die technischen Daten des RTW BY 2016 finden Sie hier.
    Als äußerliches Erkennungsmerkmal sind die RTW BY 2016 nun auch an den bei den einachsangetriebenen Versionen jetzt am vorderen Kotflügel statt an den Außenspiegeln angebrachten Fahrtrichtungsanzeigern zu erkennen. Diese Ausführung war bislang den Allrad-Modellen vorbehalten.
    Während der Patientenraum unverändert bleibt, erhält das Basisfahrzeug der RTW BY 2016 einige Upgrades, so zählen neben dem seit Ende 2015 für leichte Nutzfahrzeuge über 3,5 t. Gesamtmasse gesetzlich geforderten Spurhalteassistenten bei den 4x2-Varianten (Fahrspurverlassenswarner, LDW) sowie für alle RTWVersionen u.a. ein Tempomat mit Limiter-Funktion und Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht-Funktion zur Regelausstattung.

  • Technische Daten
    Datenblatt RTW BY 2014 4x2 RTW BY 2015 4x2 RTW BY 2016 4x2 RTW BY 2014 4x4 RTW BY 2016 4x4 S-RTW BY 2014 S-RTW BY 2015
    Basisfahrzeug Mercedes- Benz Sprinter (MB 906.1) RTW BY 2014: 516 CDI BlueTEC (Euro 6) RTW BY 2015: 516 CDI (Euro 5b Gr. III) RTW BY 2016: 519 CDI BlueTec (Euro 6) Mercedes- Benz Sprinter (MB 906.1) RTW BY 2014 4x4: 516 CDI 4x4 BlueTEC (Euro 6) RTW BY 2016 4x4:
    519 CDI BlueTEC (Euro 6)
     
    Aufbau Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau (WAS), Aluminium- Sandwichkofferaufbau Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau (WAS), Aluminium- Sandwichkofferaufbau Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau (WAS), Aluminium- Sandwichkofferaufbau
    Motor RTW BY 2014 / 2015: 4-Zyl.-Diesel, 2.143 cm3 (OM651), Leistung 120 kW (163 PS)360 NM bei 1400- 2400 U/min RTW BY 2016: 6-Zyl.-Diesel, 2.987 cm3 (OM642), Leistung 140 kW (190 PS) 440 Nm bei 1400- 2400 U/min RTW BY 2014 4x4: 4-Zyl.-Diesel, 2.143 cm3 (OM 651), Leistung 120 kW (163 PS) 360 Nm bei 1400- 2400 U/min RTW BY 2016 4x4: 6-Zyl.-Diesel, 2.987 cm3 (OM642), Leistung 140 kW (190 PS) 440 Nm bei 1400- 2400 U/min 4-Zyl.-Diesel, 2.143 cm3, Leistung 120 kW (163 PS)
    Antrieb Hinterachsantrieb Hinterachsantrieb, zuschaltbarer Allradantrieb, elektr. Traktionskontrolle (4-ETS) Heckantrieb
    Getriebe 7- Gang- Automatikgetriebe Manuelles Schaltgetriebe (6- Gang) 5- Gang- Automatikgetriebe
    Fahrwerk Querblattfeder (VA) Parabolische Blattfeder (HA) Querblattfeder (VA) Parabolische Blattfeder (HA) Querblattfeder (VA) Luftfederung (HA)
    Vmax RTW BY 2014/15: 144 km/h RTW BY 2016: 130 km/h (abger.) RTW BY 2014 4x4: 134 km/h RTW BY 206 4x4: 130 km/h (abger.) 144 km/h
    Sitzplätze 5 + 1 Liegeplatz 5 + 1 Liegeplatz 5 + 1 Liegeplatz
    Radstand 3665 mm 3665 mm 3665 mm
    Länge 6500 mm 6500 mm 6550 mm
    Höhe 2860 mm 2900 mm 2870 mm
    Breite 2170 mm 2170 mm 2200 mm
    zGG 4600 kg 4600 kg 5000 kg
    Stückzahl (Bestand BRK Im Zulauf RTW BY 2014: 67 Einheiten/ 31.12.2016 RTW BY 2016: 56 Einheiten/ 31.12.2016 Im Zulauf RTW BY 2014 4x4: 37 Einheiten/ 31.12.2016 RTW BY 2016 4x4: 17 Einheiten/ 31.12.2016 S-RTW BY 2014: 7 Einheiten/ 31.12.2014 S-RTW BY 2015: 0 Einheiten/ 31.12.2014
    Beschaffungszeitraum I/2014- I/2014- I/2014-
  • Ausstattungsdetails
    Datenblatt   Ausstattung und Standardbeladung (Auszug) nach DIN EN 1789* S-RTW: Satndardbeladung (Auszug) nach DIN EN 1789:2007*
    Funk und Kommunikation 4 m BOS Teledux 9 (analog) Vorrüstung Digitalfunk / Tetra & GSP, Navigation & Tracking 4 m BOS Teledux 9 (analog) Vorrüstung Digitalfunk / Tetra
    Ausstattung Klimaanlage vorne / hinten Wärmetauscher Patientenraum Luft- Zusatzheizung Patientenraum Zuheizer mit Standheizungsfunktion Fahrerraum Radio mit Multimediaschnittstelle und Freisprecheinrichtung f. Mobiltelefon Motor- Weiterlaufschaltung (MWS) Zentralverriegelung u.v.m. Klimaanlage vorne / hinten Wärmetauscher Patientenraum Luft- Zusatzheizung Patientenraum Zuheizer mit Standheizungsfunktion Fahrerraum Radio mit Multimediaschnittstelle und Freisprecheinrichtung f. Mobiltelefon Motor- Weiterlaufschaltung (MWS) Zentralverriegelung u.v.m.
    Signalanlage Hänsch Nova LED (vorne), Hänsch Comet LED (hinten), akustische Signalanlage Hänsch 620 mit Stadt-, Land- und Kompressorsignal, Betätigung über Bedienfeld Mittelkoonsole und Taster im Fahrerfußraum, Front- und Kotflügelkennleuchten (feldversuch) Hänsch Sputnik nano SL (blau), Rückwärtswarneinrichtung Hänsch Sputnik nano SL (gelb) Hänsch Nova LED (vorne), Hänsch Comet LED (hinten), akustische Signalanlage Hänsch 620 mit Stadt-, Land- und Kompressorsignal, Betätigung über Bedienfeld Mittelkoonsole und Taster im Fahrerfußraum, Front- und Kotflügelkennleuchten (feldversuch) Hänsch Sputnik nano SL (blau), Rückwärtswarneinrichtung Hänsch Sputnik nano SL (gelb)
    EKG Physio Control Lifepack 15, alternativ: Corpuls C3* Physio Control Lifepack 15
    Beatmung Weinmann Medumat Standard, alternativ: Dräger Oylog 1000 Weinmann Medumat Standard
    Absaugung Weinmann Accuvac Recue Weinmann Accuvac Recue
    Sonstiges Klappbarer Tragesessel Notfallrucksack bzw. –koffer Pulsoxymetrie (z.T. in EKG integriert) Kapnographie (z.T. in EKG- Gerät integriert) Spritzenpumpe Wärmebox für Infusionen Immobilisationmaterial KED- System u.v.m Fahrtrage Stryker Power pro XT inkl. Powerload- System Stryker Stair-Pro 6252 (Tragfähigkeit bis 224 kg) Zusätzlich: Schwerlast- Vakuummatratze & -Tragetuch Gurtverlängerungssatz
      *abweichende beladung nach lokalem Gerätepark des Betreibers möglich.